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MC-3+ USB & REF 10 im Test auf 6moons.com

Der englischsprachige HiFi-Blog 6moons.com hat MUTEC's audiophiles Paket bestehend aus MC‑3+ Smart Clock USB und REF 10 Referenztaktgenerator auf Herz und Nieren geprüft. Lese den ausführlichen Testbericht und erfahre, warum MUTEC's Digital-Audio-Produkte selbst bei sehr hochpreisigen DACs noch einen hörbaren Zugewinn leisten können.

Moo tech?
Glauben Sie immer noch, dass Bits einfach nur Bits sind? Dass Jitter‑Reduktion und Audio‑Re-Clocking nur eingebildete Probleme sind, die schamlose Firmen einem leichtgläubigen Publikum unterschieben, um teure aber nutzlose Medizin zu verhökern? Oder dass Pro‑Audio‑Firmen, die den High‑End‑Markt bedienen nur Kuh‑Mist verkaufen? Dann sind Sie durch diesen kurzen Test leider durchgefallen. Denn die MUTEC GmbH aus Berlin hat definitiv nichts mit Viehzucht am Hut. Die Firma kann man sich eher wie eine deutsche Variante von Benchmark Media, Mytek oder Weiss Engineering vorstellen. Oder vielleicht auch Antelope Audio, bevor die Rumänen sich aus dem Heimsektor verabschiedet haben. MUTEC ist bereits vor einigen Jahren schon kurz auf meinem Radar gewesen, aber aus irgendwelchen Gründen habe ich es nie weiterverfolgt. Bis dann kürzlich mein Schweizer Freund Dan den Namen fallen ließ, als er mir seine Equipmentliste für einen ersten Testbericht zusendete. Ausgestattet mit einem MUTEC REF 10 Taktgenerator und einem externen Linearnetzteil kam der kleine iFi Pro iDSD Wandler sehr nahe an die erheblich teurere APL Hifi Spezialanfertigung von Alex Peychev heran.

Dies machte Eindruck bei mir. Als ich dann den MUTEC‑Stand im Erdgeschoss auf der diesjährigen High End Messe in München sah, bin ich direkt auf Dipl.‑Ing. Christian Peters, MUTECs Geschäftsführer, zugegangen, um mich mit Hilfe einer neuen Visitenkarte vorzustellen. Wie seine Antwort auf meine spätere Messe‑Folgemail zeigte, hätte der Zeitpunkt kaum besser sein können: "Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme und den Besuch an unserem Stand! Es war sehr schön, Sie persönlich kennenzulernen, da ich schon länger einen Testbericht unserer Produkte auf unserer Seite lancieren wollte." Wir haben uns dann sehr schnell darauf geeinigt, dass ein Testbericht der Kombination aus MC‑3+USB und REF 10 die perfekte Einführung für das 6moons-Publikum sein würde. Deshalb stellen wir also hier diesen zweistufigen Angriff auf das zittrige Jitter-Thema vor.

MUTEC fasst offiziell zusammen, dass das kleine Gerät "Jitter‑behaftete Digitalquellen wie CD‑Player, Satellitenradios, und Streamer optimiert, als Vorstufe für jeden DAC zu dessen akustischer Verbesserung nutzbar ist, Computer‑Audio via USB auf höchstem audiophilen Niveau ermöglicht, als Schaltzentrale, Formatkonverter und Master Clock im digitalen Hörraum dient, die Ausspielung und Konvertierung von nativen DSD‑Signalen aus dem Computer ermöglicht, und USB‑Audio‑Streams zu digitalen Audiogeräten isoliert."

Dies alles wird möglich, weil MUTEC’s USB‑Interface vollständig galvanisch vom Rest der Schaltung getrennt ist und mit eigenen, ultra‑rauscharmen Audiotaktoszillatoren, die ihrerseits autonom vom Rest der Schaltung versorgt werden, arbeitet. In Kombination mit aus der Netzwerktechnik stammenden High‑Speed‑Isolatoren, sowie dem nachgeschalteten einzigartigen Re‑Clocking‑Prozeß des MC‑3+USB können so Störungen aus dem USB‑Datenstrom bestmöglich unterdrückt werden. Die kompatiblen Datenströme schließen natives DSD256 mit ein, welches zu hochaufgelöstem PCM konvertiert und via S/P‑DIF über BNC ausgegeben wird. Vier Word‑Clock‑Ausgängen geben "simultan und phasensynchron Taktsignale aus. Da diese von dem internen Re‑Clocking‑Prozeß abgeleitet werden, verfügen sie über die gleichen Ultra‑Low‑Jitter‑Qualitäten, wie die Basistakte, die in den Audiosignalen eingebettet sind. Darüberhinaus können die Taktausgänge paarweise und unabhängig voneinander auf Taktraten von bis zu FS1 x 512, also 22,5792 MHz oder 24,576 MHz, skaliert werden. Das macht die Word‑Clock‑Signale des MC‑3+USB zu idealen Taktreferenzen für die Taktung von verschiedenstem Studio‑Equipment oder HiFi‑DACs, ‑CD‑Playern und ‑Audio‑Interfaces, von z.B. Esoteric, TACT Audio oder M2Tech (z.B. hiFace Evo)."

Stellt sich Ihnen jetzt möglicherweise die Frage, wie der REF 10 dies noch übertreffen kann?

Hier die Phasenrauschwerte des REF 10:

  • 1Hz: ≤ -116
  • 10Hz: ≤ -145
  • 100Hz: ≤ -160
  • 1000Hz: ≤ -166
  • Noise floor: ≤ -170

Wie MUTEC es umschrieben auf der Webseite darstellt, ist die Taktgenauigkeit des REF 10 "die bestmögliche Erweiterung für den MC‑3+USB und als extrem rauscharme und hochstabile Taktversorgung für die gesamte digitale Signalkette zu Hause und im Studio." Der REF 10 stellt ein 10 MHz Rechtecksignal (kein Sinussignal) an 2 x 50 Ω und 6 x 75 Ω BNC‑Ausgängen zur Verfügung, um nicht nur die Verkabelungskrone zu Hause zu vergolden, sondern auch für komplexe Synchronisations‑Aufgaben von digitalen Workstations im Studio bestens ausgerüstet zu sein. Während Herr Peters in unseren Gesprächen eigentlich der perfekte Gentlemen war, musste ich doch unterschwellige Frustration wahrnehmen, als wir über die landläufige Faszination mit Rubidium‑ oder Cäsium‑Atomuhren sprachen, deren Langzeitstabilität laut Herrn Peters zwar für Telekommunikations‑ oder Studioanwendungen durchaus notwendig ist, die aber für Digital‑Audio gänzlich irrelevant ist.

"Tatsächlich ist die Genauigkeit des Zeitintervalls von einem Sample zum nächsten entscheidend für die Klangqualität, also die Stabilität betrachtet in einem sehr kurzen Zeitbereich, die sog. Kurzzeitstabilität. Änderungen der Kurzzeitstabilität werden üblicher Weise als Jitter oder Phasenrauschen messtechnisch erfasst und sind entscheidend für die audiophile Klangqualität aller digitalen Audiogeräte. Im Gegensatz zu den sog. "Atomuhren" basiert der REF 10 auf einem handgefertigten, ofenkontrollierten Quarzoszillator (OCXO = Oven controlled crystal oscillator) aus deutscher Fertigung, der die bestmögliche Frequenzstabilität im für die audiophile Musikwiedergabe relevanten Zeitbereich bietet."

Für Heimanwendungen reicht es zu wissen, dass die Aufwärmphase des REF 10 Taktgenerators weniger als fünf Minuten beträgt und damit deutlich unter der faulen halben Stunde einiger Konkurrenten liegt. Des weiteren sei gesagt, dass wir stark simplifiziert diese Geräte als hochpräzise Steuermotoren für digitale Datenströme ansehen können. Genau wie bei Plattenspielern, ist absolute Gleichlauf‑Standfestigkeit auch im Digitalen König und in der Tat hörbar, wenn sie verfehlt wird.

Unklar war mir vor dem Test jedoch, welcher Grad der Verbesserung durch MUTEC’s dynamisches Duo auch in einem simplen Heim‑Setup statt komplexen Studioaufbau zu erwarten ist.

Hier geht's weiter zum ausführlichen Bericht!  MC‑3+USB & REF 10 im Test auf 6moons.com

 

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